Gefällt´s?
Kontakt
Sie haben Fragen, Wünsche oder Anregungen? Hinterlassen Sie eine Nachricht!
11+11=
E-Mail
Betreff
Text
So finden Sie uns

So finden Sie uns - planen Sie Ihre Anfahrt! Geben Sie dazu einfach Ihre Adresse ein:

Limburg-Weilburg. In vielen Dörfern herrscht zur Zeit ein närrischer Ausnahmezustand - und das Anfang Juni. Die Sommer Challenge für Karnevalsvereine ist im Kreis Limburg-Weilburg angekommen.

Wer hat’s erfunden? Nein, diesmal sind es nicht die Schweizer gewesen. Den Anfang nahm die Sommer Challenge in Flensungen im Vogelsberg. Erfinder Benjamin Christ wollte "eigentlich nur ein bisschen die Nachbarn ärgern." von Sabine Gorenflo (mittelhessen.de)

Inspiriert von der Cold Water Challenge, bei der Freiwillige Feuerwehren in kalte Gewässer springen müssen, rief Christ das Pendant für Faschingsvereine ins Leben.

Die Aufgabe sieht so aus: Ein nominierter Karnevalsverein hat 24 Stunden Zeit, um einen Faschingsumzug auf die Beine zu stellen. Ein Video von diesem Spektakel wird im Anschluss auf die Internetplattform You Tube hochgeladen. Zum Schluss werden bis zu drei andere Karnevalsvereine nominiert. Wer es nicht schafft, muss zur Strafe an eine Schule, einen Kindergarten oder an Vereine spenden und den Verein, der nominiert hat, zum Grillen einladen.

Die Vorbereitungen müssen schnell gehen

Am Montag hat bereits der Edelsberger Carneval Verein die Challenge gemeistert. Die Vorbereitung musste schnell gehen, doch dank E-Mail Verteilern und Whats-App-Gruppen hatten sich in kurzer Zeit viele Freiwillige gefunden. Am Montagabend zogen die Edelsberger Narren auf Fahrrädern durchs Dorf. André Höhnel hat den Umzug mitorganisiert und gefilmt. Er sagt: "Das mit den Fahrrädern war ein spontaner Einfall. Wir haben jedem Fahrrad eine Zugnummer gegeben, das war dann wie bei einem richtigen Umzug. Am Ende hatten wir 25 bis 30 Zugnummern." Angeführt wurde der Zug von einem Auto, aus dem laute Faschingsmusik ertönte. So ging es eine Runde durch Edelsberg, bis der Zug vor der Halle beendet wurde. Mit einer kleinen After-Show-Party beendeten die Sommer-Fasnachter den Abend. "Junge Leute konnten sich darunter etwas vorstellen. Die Cold Water Challenge war bekannt. Bei den Älteren bestand Erklärungsbedarf", sagt Höhnel. Spenden wolle man trotz der erfolgreich beendeten Aufgabe. Wohin die 111 Euro gehen sollen, wird der Vorstand in den nächsten Tagen noch klären.

Auch der Freienfelser Karnevals Klub (FKK) musste am Montag ran. Nominiert worden sind sie von den CCG Laubusechbach. "Ich habe über Facebook, Telefon und SMS Werbung gemacht, um die Leute zu mobilisieren", sagt Christopher Lenz vom FKK. Da der originale Wagen längst abgebaut war, musste als Fahrzeug ein Cabrio herhalten, aus dem kurzerhand bei einer kleinen Rundfahrt durch Freienfels Kamellen unters Volk geworfen wurden.

"Helau ihr Narren, ich begrüße euch zur ersten und für uns vom FKK auch zur letzten Faschings Sommer Challenge", sagte Präsident Thomas Listner. Die Kampagne beginne am 11. November und endet mit dem Aschermittwoch und so soll es bleiben. Das sei für den FKK genau so, wie Ostereier am Nikolaustag, das gehe nicht. "Um dem Ganzen einen Sinn zu geben, hat sich der Vorstand des FKK dazu entschlossen, eine Spende an die Kinderkrebsstation Peiper der Uniklinik Gießen zu tätigen", sagte Listner. Soweit er wisse, seien inzwischen alle heimischen Vereine nominiert, deswegen werde er keinen Verein nominieren.

Bei der spontanen Spendenaktion spendeten die Vereinsmitglieder 195 Euro, der Verein rundete diese Summe auf 333,33 Euro auf.

(Foto: Gorenflo)